12. Useletter – Eine Mücke bleibt eine Mücke

Liebe Leser,

danke für Ihre Zuschriften zum „Wunschkonzert“! Erinnern Sie sich? Ich habe Sie aufgefordert, mir Ihre konkreten Fragen zu den Themen Workshop und Change Management zuzusenden. Ihre Zusendungen sind nun eine gute Basis für die nächsten Useletter. Und jetzt geht’s auch schon zum heutigen Tipp.

Haben Sie schon mal bei sich selbst festgestellt, wie sich ihre Kommunikation verändert, wenn Sie ärgerlich sind? Denn wenn man ärgerlich ist, werden aus Mücken häufig Elefanten, weil man die Verhältnismäßigkeit nicht mehr sieht. Besonders beliebt sind dabei gewisse, uns allen bekannte Verallgemeinerungen.

„Immer sendest Du mir die Datei zu spät. Nie kann ich daher die Materialbestellung pünktlich auslösen.“

Was passiert hier auf der Seite des Zuhörers? Er geht in den meisten Fällen in die Defensive. Und so ist kaum noch eine Basis gegeben, um in diesem konkreten Gespräch zu einer Lösung zu kommen.

Mein Tipp heute: Bei Ärger nicht verallgemeinern! Durchatmen und ganz konkret bleiben. „Immer“ und „Nie“ streichen.

„Diesen Freitag und auch letzten Freitag hast Du mir die Datei erst 1 Stunde nach Ablauf der Frist gesendet. So konnte ich in den letzten 2 Wochen die Materialbestellung nicht pünktlich auslösen.“

Klingt besser, oder? Und inhaltlich ist vermutlich das Gleiche gesagt. So fühlt sich Ihr Gegenüber nicht angegriffen und kann die Hintergründe besser nachvollziehen. Und wird vermutlich beim nächsten Mal die Datei pünktlich senden. Na also.

Daher atmen Sie bei Ärger besser nochmal durch – viel Erfolg.

Wie immer ganz herzliche Grüße
Hanno Poggemöller

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