17. Useletter: So treffen Sie mutige Entscheidungen

Liebe Leser,

überall wird mehr Mut gefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht davon in Ihrer Neujahrsansprache, Poetry Slammerin Julia Engelmann wurde binnen weniger Tage mit einem Text zu diesem Thema berühmt. Auch in deutschen Unternehmen wird der Appell nach mehr Mut im Geschäftsalltag immer lauter.

Und meine persönliche Einschätzung aus der Beobachtung vieler Firmen ist: es fehlt häufig an Mut. Man sichert sich nach allen Seiten ab, Risiken werden überbewertet und Chancen kleingeredet, es herrscht Angst vor Fehlern. Wenig Fach- und Führungskräfte stehen nachhaltig für ihre Argumente und Überzeugungen ein.

Eine der besten und erfolgreichsten Führungskräfte, die ich kenne, hat gesagt: „Hanno, man muss seinen Job jeden Tag für seine Überzeugungen riskieren.“ Starke Worte. Und ihm hat es in seiner definitiv steilen Karriere nicht geschadet – er setzt es nämlich genau so um.

Wollen Sie das auch und damit Ihrem Unternehmen nachhaltig helfen?

Kein Problem! Denn mutig sein kann man lernen!

Und heute zeige ich Ihnen eine Technik, die Ihren Mut steigen lässt. Es ist eine Entscheidungstechnik, die die Vorteile des strukturierten Entscheidens und der Bauchentscheidung kombiniert.
Diese Technik ist ein Mini-Auszug des Mut-Trainings der Poggemöller GmbH.

Mutig und klar Entscheiden geht so:

1. Entscheidungsfrage notieren
Das Niederschreiben der Frage hilft, das Gehirn zu fokussieren. Je einfacher und kürzer Sie die Frage aufschreiben, desto hilfreicher wird es für Sie sein.

2. Pro- und Contra auflisten
Das wird Ihnen in der Regel relativ leicht fallen. Wenn es für Sie wirklich wichtige Fragestellungen sind, geistert Ihnen das Thema vermutlich schon länger im Kopf herum. So wird Ihnen das Aufstellen dieser Liste leicht fallen. Meine Vermutung: 80% der wichtigen Argumente haben Sie in maximal 8 Minuten notiert.

3. Was ist Ihnen wichtig
Damit man sich in der Vielzahl der Pro- und Contra-Argumente nicht verliert, sollte Sie sich Entscheidungsprioritäten festlegen. Wenn Sie sagen können, was Ihnen bzgl. der Entscheidung wichtig ist, werden die Argumente in eine ganz natürlich Rangordnung gebracht.

4. Eine Nacht drüber schlafen
Kein Witz! Schon eine alte Bauernregeln schlägt Ihnen das vor. Und das ist deshalb so sinnvoll, weil nachts das Unterbewusste, das alle unseren Entscheidungen mit beeinflusst, unsere Gedanken ordnet und in der Regel auch zu einem Ende bringt.

5. Entscheiden
Morgens können Sie direkt entscheiden.Werfen Sie bei Arbeitsbeginn einen Blick auf Ihren Zettel und entscheiden Sie dann – ohne nochmal viel nachzudenken. Vertrauen Sie den Prozessen Ihres Unterbewusstseins, das auf Ihren unzähligen Erfahrungen beruht.

Und jetzt viel Spaß beim Entscheiden. Ich freue mich auf Ihre Fragen und Feedbacks zum Thema Mut.

Herzliche Grüße & schönes Wochenende
Hanno Poggemöller

P.S.: Übrigens – es wird im Sommer ein freies Training zum Thema Mut geben. Geben Sie mir gerne Bescheid, wenn Sie daran interessiert sind.

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