3. Useletter – Biolek Biolek Biolek

Liebe Leser,

heute biete ich Ihnen etwas Besonders an. Ich verrate Ihnen die Geheimnisse eines Hobby-Koches, der in seiner früheren Zeit durch außergewöhnliche Interviews aufgefallen ist.

Mein Tipp: Biolek, Biolek, Biolek – hören, ohne zu kommentieren

Der sicher auch Ihnen aus dem Fernsehen bekannte Alfred Biolek ist ein vielseitiges Talent. Er ist Jurist, Unterhaltungskünstler, Talkmaster und weithin bekannter Hobbykoch. Aus Sicht der „verbindenden Kommunikation“ ist allerdings sein Interview-Stil außergewöhnlich. Er hat es geschafft, dass Menschen während der Interviews Vertrauen zu ihm fassten, sich öffneten und viel von sich preisgaben. Sogar Helmut Kohl hat sich von ihm interviewen lassen – und das will etwas heißen …

Wie hat er das geschafft? Und wie kann man dieses Geheimnis auf Ihre Zwecke übertragen?

Alfred Biolek ist ein Meister des Zuhörens. Er gibt seinen Interviewpartnern das Gefühl, dass alles was sie sagen, richtig ist und so bestehen bleiben darf. Er hat keine Aussagen kritisiert, nur hinterfragt und sich wirklich für seine Gesprächspartner interessiert – nichts bewertet.
Damit Sie in Gesprächen Ihre beruflichen Ziele erreichen, braucht das Gespräch eine vertrauensvolle Basis. Da bin ich sicher nicht der Erste, der Ihnen das sagt. Aber mit der Anwendung einiger Biolek-Prinzipien können Sie es sofort für sich anwenden.

Here we go …
– Versuchen Sie die Aussagen Ihrer Gesprächspartner nicht zu bewerten. Sätze mit Phrasen wie „Das sehe ich aber anders …“, „Meiner Meinung nach ist das aber so und so …“ sollten für Sie tabu sein – zumindest in der Phase des Gesprächsaufbaus.
– Bewerten Sie auch nicht im Kopf! Ich gebe zu, das ist sehr schwierig, denn unser Gehirn ist es gewohnt ständig zu bewerten. Versuchen Sie stattdessen neugierig zu sein auf das, was Ihr Gegenüber sagt. Sagen Sie zu sich: „Interessant das er so denkt“ und fragen Sie sich selbst: „Warum sagt er das wohl?“ oder „Was sind seine Motive?“
– Wenden Sie sich Ihren Gesprächspartnern zu … mit Blickkontakt und entsprechenden Gesten. So geben Sie vollen Fokus auf Ihr Gegenüber und er spürt ihr Interesse.
– Reduzieren Sie Ihren Redeanteil. Das was der andere sagt, zählt. Der andere soll Platz und Raum haben zu berichten. Je weniger Sie von sich erzählen und je mehr Sie Ihren Gesprächspartner zum Reden bringen, desto mehr werden Sie von ihm erfahren.

Alles klar? Einfach Ausprobieren ! Sie werden merken, dass Ihre Gesprächspartner aufblühen werden.

Herzliche sommerliche Grüße
und bis zum nächsten Mal. Ihr

Hanno Poggemöller

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