5. Useletter – I like! Nutze den Facebook-Effekt

Liebe Leser,
heute werden wir uns einem Mysterium widmen: Facebook! Es ist das größte der sozialen Netzwerke im Internet und hat monatlich 1 Milliarde aktive Nutzer. Warum ist Facebook bei den Nutzern so beliebt?

Eine Forschergruppe der Harvard-University ist der Sache in diesem Jahr mal auf den Grund gegangen. Sie haben herausgefunden, dass bei der Nutzung von Facebook angenehme Gefühle wie bei gutem Essen oder beim Sex entstehen können. Na dann ist der Erfolg von Facebook verständlich, oder?

Derartig gute Gefühle können bei Facebook dann beim User ausgelöst werden, wenn diese Nachrichten „posten“. Und noch besser fühlen sich viele, wenn der eigene Kommentar von anderen mit Gefällt mir kommentiert wird. Überprüfen Sie das mal bei sich. Freuen Sie sich, wenn Sie etwas auf Facebook posten? Und wie reagieren Sie, wenn Leute Ihre Beiträge mit Gefällt mir bewerten?

Daher mein Tipp: Nutzen Sie den Facebook-Effekt für Ihre realen Gespräche
Kurz zum psychologischen Hintergrund: Wenn bei Facebook gepostet wird, dann entspricht dies dem menschlichen Bedürfnis des Sich-Mitteilen-Wollens. Der besondere Vorteil bei Facebook ist, dass man sich immer „ungestört“ mitteilen kann, denn niemand fällt einem sofort ins Wort. Sätze wie „Das sehen ich anders …“, „Ja, mir ist das gleiche passiert, und zwar …“ fallen nur selten. Im Normalfall werden bestätigende Kommentare gepostet oder sogar ein Gefällt mir. Und das Beste: es gibt keinen „Gefällt mir nicht“-Knopf.

Lassen Sie uns dies auf die Offline-Welt übertragen, also auf die Welt, in der sich die meisten von Ihnen hauptsächlich noch bewegen. Geben Sie Ihren Gesprächspartnern auch ein Facebook-Feeling!

 Besser hören als reden! Sie geben Ihrem Gesprächspartner die Chance, sich zu offenbaren wenn Sie selbst nicht reden. Das verbindet Sie mit Ihrem Gegenüber und dieser fühlt sich wohl.
 Hören Sie bewusst zu. Widmen Sie sich Ihrem Gesprächspartner, also: Keine SMS nebenbei tippen, nicht im Tablet tippen, Blickkontakt halten, konzentriert sein.
 Sagen Sie auch einfach mal „I like“. Das meine ich ernst. Vor allem bei jüngeren Generationen wird dies tatsächlich in realen Gesprächen verwendet.
 Bewerten Sie die Aussagen Ihres Gesprächspartners nicht. Sie müssen nicht mit der Meinung einverstanden sein, aber bestätigen Sie ihn darin, dass er diese Meinung geäußert hat. „Okay, Dir ist also wichtig, dass ….“ oder „Gut, ich habe jetzt verstanden, dass Ihnen … wichtig ist“.

Auf geht’s, machen Sie Ihren Gesprächspartnern eine Freude!

Beste Grüße
und bis zum nächsten Mal, ihr

Hanno Poggemöller

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