So haben Sie 2014 mehr Erfolg in Ihrem Job

Um den Jahreswechsel herum setzt bei Führungskräften und Mitarbeitern die Erholung vom stressigen Jahr ein. Und oft kommen auch schon wieder Gedanken über Dinge, die im Job eigentlich „ganz anders laufen müssten.“ Wie das gelingt.

Folgendes sind einige Klassiker in vielen Unternehmen: Der Chef lobt nicht oder nicht ausreichend, die Mitarbeiter arbeiten planlos drauflos, der Vorstand hat keine klare Strategie, die Kollegen aus anderen Abteilungen kooperieren nicht genug. Diese Dinge können einem wirklich den Spaß an der Arbeit vermiesen, oder? Und der Erfolg der Firma wird ebenso geschmälert.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Abwarten, ob sich etwas ändert. Das hilft allerdings fast nie. Oder seinen Mut zusammen nehmen und den Teil ändern, den man selbst verändern kann. Ich behaupte, dass so gut wie jeder einen Beitrag zu Verbesserungen in seiner Firma liefern kann. Und wenn es einer vormacht, kann es passieren, dass es andere nachmachen und so ein positiver Ketten-Effekt entsteht.

Also seien Sie persönlich mutig in 2014, krempeln Sie die Ärmel hoch und nehmen Sie Ihre Firma in die eigene Hand. Werden Sie zum mutigen Vorturner für aus Ihrer Sicht sinnvolles Verhalten – und steigern Sie so auch Ihren eigenen Erfolg und Spaß im Beruf. Hier einige Beispiele, wo Sie ansetzen können:

Klare Strategien fordern

Pochen Sie auf Klarheit. Fordern Sie von Ihrer Führungskraft eine klare Roadmap und klare Prioritäten. Wenn Sie dies z.B. in Teambesprechungen tun, werden sich Ihnen möglicherweise die Kollegen anschließen, denen die Strategie auch schon immer unklar war.

Oder seien Sie mutig-dreist: Fordern Sie Klarheit direkt beim Bereichsleiter oder Geschäftsführer ein. Das meine ich ernst. Noch vor wenigen Wochen sagte ein Vorstandsvorsitzender zu mir, dass er gerne mehr Informationen direkt von Mitarbeitern darüber bekommen würde, „was so in der Firma los ist und was unten ankommt“. Also, auf geht’s. Achten Sie dabei nur stets auf Ihren Ton.

Lassen Sie sich nicht ständig von außen managen

Fühlen Sie sich häufig als Erfüllungsgehilfe der Anforderungen anderer Abteilungen? Sie sollten besser Ihre Tätigkeiten selbst für sich priorisieren. Wenn ihr Job eher aus Projekt- als Routinearbeiten besteht und Ihr Chef mit Ihnen konkrete Ziele vereinbart hat, können Sie – basierend auf den Prioritäten Ihres Chefs – meist selbst entscheiden, bei welchen Themen Sie sich engagieren sollten und bei welchen nicht. So nehmen Sie Ihren Arbeitstag mehr und mehr in die eigene Hand – und dann macht Arbeiten gleich mehr Spaß. Wenn sich viele Kollegen dieser Strategie sukzessive anschließen, werden einige unwichtige Projekte einfach verschwinden.

Angenehmer Nebeneffekt: Wenn Sie mit Ihren Kollegen, Mitarbeitern oder Ihrem Chef von Ihren Prioritäten reden, gibt Ihnen das ein klares Profil und andere wissen, woran sie mit Ihnen sind. Vielleicht schauen sie es sich von Ihnen ab – das wäre zu wünschen.

Richtig „Nein“ sagen

Wenn Sie sich entschieden haben, etwas nicht tun zu wollen, sollten Sie es richtig rüberbringen. Versuchen Sie es so: Sagen Sie persönlich „Nein“ und nicht per E-Mail. Begründen Sie Ihre Absage, so dass ihr Gegenüber es nachvollziehen kann. Bieten Sie Alternativen an (z.B. „Ich helfe später“ oder „Ein anderer Kollegen könnte helfen“, etc.). Je mehr die andere Partei Ihre Beweggründe versteht, desto hilfreicher wird es sein. Und desto eher kann das Nein-Sagen als positives Verhalten in Ihrer Firma Einzug halten – solange insgesamt keine wichtigen Themen liegenblieben. Unter hinterher ist man oft stolz auf sich.

Auch Lob schenken macht Spaß

Loben Sie selbst! Wenn Sie etwas gesehen haben, was lobenswert ist, loben Sie einfach. Verfallen Sie nicht dem Irrglauben, dass nur die Chefs ihre Mitarbeiter loben sollten. Sie selbst können Ihren Beitrag zu einer Lobkultur leisten. Sie können Kollegen loben oder auch mal Ihren Chef – Sie können sicher sein, dass es diesen auch sehr positiv überraschen wird. Übrigens: Ein persönliches Lob ist am besten. Loben kann man aber auch per E-Mail. Der Vorteil: Wenn Sie einen entsprechenden Verteiler wählen, können es viele Kollegen sehen.

Mut zur Entscheidung

Entscheiden Sie selbst – anhand dessen, was Sie können, dürfen und sich zutrauen. Manchmal sichern sich Entscheidungsträger nach allen Seiten ab – und das kostet sehr viel Zeit. Wenn dann endlich eine Person eine Entscheidung in die Hand nimmt, sind die Kollegen häufig froh. Auch hier können Sie zum Vorreiter werden. Forscher haben herausgefunden, wie sich auf einfache Art und Weise gute und recht schnelle Entscheidungen treffen lassen:

1. Entscheidungsfrage notieren

2. Pro- und Contra-Liste der Argumente aufstellen

3. Drei Entscheidungsregeln definieren

4. Eine Nacht drüber schlafen

5. Entscheiden

Fazit

Gehen Sie mutig neue Wege, um sich selbst und Ihre Firma voranzubringen. Ganz klar, dies geht nicht ohne ein gewisses Risiko. Nicht alle Kollegen werden Ihrer Meinung sein und vermutlich werden Sie von einigen auch Widerstand erleben.

Doch das Risiko lohnt sich, denn so haben Sie in 2014 die Chance, Ihre eigene Jobzufriedenheit deutlich zu erhöhen. Alles, was sie aus Ihrer Sicht sinnvolles in die eigene Hand nehmen, wird Sie zufriedener und die Firma effektiver machen. Und noch besser: Andere werden auf Sie aufmerksam und Sie werden den Respekt vieler Kollegen verdienen – das kann nie schaden.

Nur Mut – ich wünsche Ihnen und Ihrer Firma ein erfolgreiches neues Jahr.

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